Glossar

Historie

Lotterien als Erscheinungsform des organisierten Glücksspiels gibt es in Deutschland seit spätestens 1610, als in Hamburg der Bau eines Zuchthauses nachweislich aus Erträgen einer Lotterie finanziert wurde. Aus dem Jahr 1763 ist eine Klassenlotterie in der preußischen Kurmark überliefert: 20.000 Lose gab es für fünf Taler das Stück, 10.000 Gewinne lockten, 6.000 Taler war der Höchstgewinn. Für den Vertrieb der Lose wurden damals die Magistrate der Städte und die Postämter eingeschaltet.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kämpften sieben konkurrierende Klassenlotterien im damaligen Reichsgebiet hart um die Schar der Glückssuchenden. 1938 wurden alle Lotteriegesellschaften einschließlich der Österreichischen Klassenlotterie von den Machthabern des Nationalsozialismus in der Deutschen Reichslotterie gleichgeschaltet.

Die bis zum 30.06.2012 bestehende Süddeutsche Klassenlotterie war nicht Rechtsnachfolgerin der früheren Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie bzw. der Deutschen Reichslotterie (siehe auch: Bundesländer). Gleichwohl war sie ein Unternehmen mit Tradition und blickte auf eine über 60-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Sie war älter als die Bundesrepublik Deutschland und die D-Mark. Unter der Bezeichnung „Süddeutsche Klassenlotterie in der US-Zone“ ging sie am 10. September 1947 noch vor der Währungsreform mit einer Losauflage von 140.000 Stück, einer Gesamtgewinnsumme von über 7 Millionen Reichsmark und einem Höchstgewinn von damals immerhin schon 250.000 Reichsmark an den Start.

Mit der Umstellung auf den Euro erlebte die SKL somit bereits ihre dritte Währung - und ist dabei jung, dynamisch und innovativ geblieben wie eh und je.

Mit Wirkung zum 1. Juli 2012 errichteten die 16 Bundesländer aus den beiden deutschen Klassenlotterien Süddeutsche Klassenlotterie (SKL) und Nordwestdeutsche Klassenlotterie (NKL) die GKL Gemeinsame Klassenlotterie der Länder mit Sitz in Hamburg und München. Damit entstand in Deutschland erstmals ein staatlicher Lotterieanbieter, der von sämtlichen Bundesländern getragen wird.

Die Errichtung ist in erster Linie eine ordnungsrechtliche Maßnahme, die von den Ministerpräsidenten der Länder im Rahmen der Novellierung des Glücksspielstaatsvertrages beschlossen wurde.

Der erste bundeseinheitliche staatliche Lotterieveranstalter wird das legale Glücksspiel noch attraktiver machen und den Spielerschutz weiter verbessern.

Die Spielangebote der beiden Alt-Gesellschaften werden aber unter den bekannten Marken unverändert weitergeführt. Für die Spielteilnehmer von NKL und SKL hat sich nur der Vertragspartner geändert. Die bewährte Abwicklung über die Lotterie-Einnehmer bleibt ebenso bestehen wie die staatliche Gewinngarantie durch nunmehr 16 Bundesländer.


Staatlich Garantiert

Die Lotterieprodukte der Marke SKL sind Angebote der Gemeinsamen Klassenlotterie der Länder (GKL) - gegründet per Staatsvertrag in der Rechtsform einer Anstalt öffentlichen Rechts - mit einem Sitz in der Freien und Hansestadt Hamburg und einem Sitz in München. Die GKL ist die Staatslotterie der 16 deutschen Bundesländer. Diese 16 Bundesländer sind die Trägerländer der GKL und garantieren die ordnungsgemäße Durchführung der Lotterien, die Losauflage sowie die Anzahl und Höhe der Gewinne.